Über der Sinn des Lebens
Freitag, den 14. Oktober 2011 um 19:15 Uhr
Administrator
Sinn des Lebens ist es, ganz einfach Mensch zu sein, doch läßt der Mensch sich allzu oft auf allzu Menschliches ein. So einfach ist das: keine Philosophie, keine Religion. Nur Mensch sein. Aber Sie, Sie wollen ja mehr. Sie kriegen ja den Hals nicht voll. Wie? Sie wollen sich selbst verwirklichen? Das kostet aber! Das kann nicht jeder! Moment mal. Sie wollen sich selbst verwirklichen? Das heißt ja, Sie sind nicht wirklich. Nicht existent. Verwirklichen können Sie nur Dinge, die noch gar nicht da sind. Ein zartes Pflänzchen: Ihr Selbstbewußtsein. Da müssen wir wohl ganz von vorne anfangen. Sagen Sie bitte folgenden Satz: ich denke, also bin ich. Das Denken fällt Ihnen schwer? Macht nichts. Sagen Sie nur: ich bin. Haben Sie's? Und nun: ich bin ein Mensch. Na seh'n Sie! Geht doch! Sinn des Lebens ist es, ganz einfach Mensch zu sein. Und sonst gar nichts!
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 24. Oktober 2011 um 16:42 Uhr
Über die Sprache der Politiker
Freitag, den 14. Oktober 2011 um 19:10 Uhr
Administrator
Politiker sind für Grübelix ein Ärgernis. Und insbesondere ihre Ausdrucksweise. Nur gut, daß Politiker sich nicht auseinanderdividieren lassen. Moment mal. Grübelix hat gelernt: dividieren heißt teilen. Auseinanderteilen? Ja welch brutaler Mensch will denn da wen auseinanderteilen? Was Politiker tun, tun sie zum Wohle des Volkes. Da will alles gut überlegt sein. Da kann man nicht einfach aussteigen. Da kann man auch nicht den Ausstieg planen. Nein, da muß zunächst der Einstieg in den Ausstieg geplant werden. Wir wollen doch nichts überstürzen - oder? Und wenn der wirtschaftliche Aufschwung nicht die gewünschte Richtung nimmt, muß auch das dem Volke gesagt werden: wir haben ein Minuswachstum von soundsoviel Prozent. Grübelix staunt nicht schlecht. Und er gibt sich Mühe. Minuswachstum? Was tut Grübelix? Er stellt sich auf den Kopf. Und siehe da, es wächst und wächst! Was lernen wir daraus? Will man die Sprache der Politiker verstehen, muß man flexibel bleiben. Zu deutsch: beweglich. Ich bitte Sie: ein Kopfstand wird doch wohl noch drin sein - oder?
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 24. Oktober 2011 um 16:41 Uhr
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Über die Radfahrer
Freitag, den 14. Oktober 2011 um 19:11 Uhr
Administrator
Nein, Grübelix will nicht über die Radfahrer schimpfen. Das kennen Sie ja alles selbst: wie sie rücksichtslos durch Fußgängerzonen flitzen, haarscharf an der Haustür vorbeirasen, sich falsch einordnen, die Vorfahrt nicht beachten, bei Rot über die Kreuzung jagen, Einbahnstraßen mißachten, bei Dunkelheit ohne Licht fahren, an Autos vorbeischrammen ... und, und, und. Nein, Grübelix will nicht über die Radfahrer schimpfen. Autos machen Krach. Radfahrer nähern sich geräuschlos von hinten und erschrecken harmlose Passanten. Autofahrer rasen. Radfahrer fahren so, daß keiner an ihnen vorbei kann. Nein, Grübelix will nicht über die Radfahrer schimpfen. Grübelix hat selbst ein Rad. Und manchmal f'ährt er hinaus in die freie Natur. Auf wen trifft er da? Radfahrer. Einzeln und im Verein. Wenn ein Verein angeschossen kommt, hält Grübelix an und wartet, bis der Spuk vorbei ist. Das war's dann auch. Schlimmer sind die Radfahrer, die alleine daherkommen. Ein verschwörerisches Grinsen signalisiert: du bist einer von uns. Und Grübelix signalisiert: du kannst mich mal!
Über Schürzenjäger
Freitag, den 14. Oktober 2011 um 19:13 Uhr
Administrator
Das Lokal ist gerammelt voll. Viele Frauen. Da kommt so einer. Grübelix erkennt ihn sofort: an der Art und Weise, wie er sich einer Frau nähert, wie ein Gockel die Federn spreizend, um's Handgelenk ein Kettchen, eingehüllt in eine Duftwolke. Grübelix kommt sich vor wie ein ungehobelter Bauernlümmel. Mal seh'n, ob man was lernen kann. Nach geschlagenen drei Stunden zieht der Gockel ab. Braucht der immer so lange? Grübelix schaut sich die Frau an. Hm. Na ja. Die Frauen sind doch alle gleich!
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