Kunst kommt von können.
Ernsthafte Künstler wissen das.
Andere wollen das nicht wahrhaben.
Wie zum Beispiel die Stadtväter:
die kaufen jeden Blechschaden auf,
den ein Künstler angerichtet hat.
Die Skulptur, die aussieht, wie ein mißratener Wäscheständer,
den Betonklotz, der schleunigst gesprengt werden sollte,
das Stahlgerüst, das munter vor sich hinrostet.
Der Bürger geht vorbei und wundert sich.
Muß man denn alles verschandeln?
Ein paar Blumen auf dem Rasen
hätten sich doch viel besser gemacht.
Statt dessen steht da dieser monströse Betonklotz.
Es ist schon unglaublich, was dem Bürger
von einigen verblendeten Stadtvätern zugemutet wird.
Grübelix empfindet solche Kunstwerke
wie einen Schlag in's Gesicht:
halt den Mund, davon verstehst du nichts!
Den Künstlern kann Grübelix es nicht verübeln.
Die wollen ja auch leben.
Also wird etwas zusammengehämmert
und den Stadtvätern vor die Füße geworfen.
Was soll's?
Kunst ist auch:
von der Dummheit anderer zu leben.





