Gruebelix

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Artikel 05 - 08

Über das Gute und das Böse

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Warum wohl, frage ich Sie,
haben Ihre Eltern so viel Mühe
und Zeit darauf verwendet,
um aus Ihnen einen anständigen
Menschen zu machen?

Böse Vorahnungen?
Nein, sondern die feste Gewißheit,
daß es anders nun mal nicht geht.
Bis sie entnervt aufgaben.

Sie haben Ihren Eltern nichts als Scherereien gemacht.
Von Geburt an.

Ja, glauben Sie denn, Ihre Eltern hätten
nur auf Ihr Geschrei gewartet?
Aber Eltern gewöhnen sich an alles.
Und mit der Zeit werden sie blind: ein goldiges Kind.

Schauen Sie sich an:
da ist doch nicht alles Gold, was glänzt.
Oder sind Sie auch schon blind?
Hinter der Fassade da brodelt es.
Tief im Inneren, da hausen niedere Instinkte.
Da schaltet und waltet das Böse.

Wen wollten Sie nicht schon alles ermorden?
Nicht wahr? Da kommt was zusammen.
Das läppert sich.

Sie Schlagetot!

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 24. Oktober 2011 um 16:36 Uhr
 

Über die Götter

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Was, Sie haben keine Götter?
Hör'n Sie mal, das können Sie mir doch nicht erzählen!
Kommen Sie! Kommen Sie, ich zeig' Ihnen was!
Wie? Sie müssen erst Ihr Auto putzen?
Ach, das hab' ich ja glatt überseh'n!

In sechs Tagen erschuf Gott Himmel und Erde
mit allem, was darinnen war.
Aber am siebenten Tage ruhte er.

Es war eitel Sonnenschein, die Vögel zwitscherten,
doch der Herrgott hatte große Langeweile.

Nein, sprach er, so geht's nicht weiter:
ich stecke fest auf der Karriereleiter.
Ich müh' mich brav und redlich
und bin doch unbeweglich.

Er schaffte sich ein Auto an.

Göttlich war's zu reisen in diesem Wohnmobil,
man konnte fernsehen und speisen,
doch dann bekam der liebe Gott zuviel:

Himmel, Arsch und Wolkenbruch!
Ich glaub' mich trifft der Schlag!
Muß man denn alles selber machen?
Es fehlt noch die Getränkebar!

Doch auch das konnte der Herrgott zu seiner
vollsten Zufriedenheit lösen,
denn alles, was er tat, war göttlich.

Und Sie?
Sie haben keine Götter?

 

Über die Frauen

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Ja, ja die Frauen.

Aber wir Männer wissen,
was wir zu tun haben.

Sie nicht?
Fragen Sie Grübelix!

Haben Sie schon einmal einem wilden,
zotteligen Berggorilla in die Augen geschaut?
Nein? Da haben Sie aber Glück gehabt!

Seh'n Sie, wenn Sie einem Berggorilla
in die Augen schau'n,
dann starrt er Sie an.
Die Augen werden immer größer.
Er grunzt.
Dann kommt er auf Sie zu.

Und wenn Sie nicht sofort die Augen senken,
und sich nicht ganz klein machen,
und Sie ihm nicht unmißverständlich
auf untertänigste Art und Weise zeigen,
daß er der Herr im Hause ist, zerfleischt er Sie!

Und was sagt uns das?

Schauen Sie einer Frau niemals in die Augen.
Niemals.

Das muß ja auch nicht sein!

 

Über Kaufhäuser

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Kaufhäuser sind nützlich.
Zugegeben.

Neben dem üblichen Angebot findet man Toiletten.
Aber das ist noch nicht alles:
viele Kaufhäuser sind so gebaut,
daß man auf der einen Seite hinein und
auf der anderen Seite wieder hinaus kann.

Das ist sehr angenehm. Besonders im Winter.
Man geht auf der einen Seite hinein, wärmt sich auf
und geht auf der anderen Seite wieder hinaus.
Und eine Abkürzung war's auch.
Was will man mehr?

Ach ja, das Warenangebot.
Da ist Grübelix sehr kritisch.

Er schaut, prüft...
und kauft seine Socken im Teeladen,
die T-Shirts im Kaffeeladen,
Bettwäsche und Handtücher gleich dazu,
die Hausschuhe im Lebensmittelladen,
die Armbanduhr beim Bäcker,
den Aktenordner in der Drogerie.

Und zwischendurch geht Grübelix sich aufwärmen...!